TAG 29, Sonnabend, 25. Juli
Berlin, 280 Kilometer gefahren.
Es war doch klar, dass auf den letzten Kilometern dieser Reise von Rügen nach Berlin nicht alles optimal laufen konnte. Zwei Mal hätten mich rücksichtsvolle Zeitgenossen beinahe in die Horizontale gebracht, wir wurden innerhalb von vier Stunden öfters aggressiv angehupt als auf der gesamten Tour davor (eigentlich wurden wir zuvor noch nie aggressiv angehupt), über Brandenburg gingen Wolkenbrüche auf Weltniveau nieder. Dass die Iraner nicht wegen ?Kilometer für KINDerLEBEN? auf dem Pariser Platz eine Kundgebung veranstalteten, war leider Realität. Und auch die Friedensforschenden mit ihrem militant-lautstarken Bühnenprogramm auf der Westseite des Brandenburger Tores waren nicht extra unseretwegen gekommen. Dafür waren mehr als 30 Freunde und Förderer des Projektes, die Vereinsspitze von KINDerLEBEN e.V., Kolleginnen und einige mir bis dato unbekannte Motorradfahrer erschienen, die das Roadbook in den letzten Wochen aufmerksam verfolgt werden. Die Presse war auch da, und der "optimahle" Marc Mundstock hatte Prosecco dabei. Der Empfang war toll. Danke, tak, für die so herzliche Begrüßung. Es ist schwer zu beschreiben (und vielleicht auch gar nicht so wichtig), was in einem solchen Moment in einem vorgeht. Versuchen wir es stattdessen mit einem ersten Fazit unseres kleinen Projektes. Die Idee, und letztlich war es eine Spontanidee, hat funktioniert. Wir haben es geschafft, durch ein etwas ungewöhnliches Projekt viel Aufmerksamkeit auf den Verein KINDerLEBEN und die Tagesklinik für krebskranke Kinder zu lenken. Allein die Medienberichterstattung (gesammelt auf der Website unter ?Presse?), in den letzen drei Monaten hat eine beachtliche Länge erreicht, und es soll noch mehr folgen. Die Website wurde stark frequentiert, und auch die Präsenz auf Facebook erfreut sich intensiver Nutzung. Wir haben bislang mehr als 18.000 Euro für den Verein zusammen bekommen. Das ist riesig. Viele Menschen kamen so zum ersten Mal in Berührung mit KINDerLEBEN, und einige werden sich bestimmt langfristig in der einen oder andere Weise engagieren. Was mich im Vorfeld des Projektes und während der Tour so begeistert und auch motiviert hat, waren der große Zuspruch, die tatkräftige und so vielfältige Unterstützung, das Interesse und die Anteilnahme. Und das nicht allein von Freunden und Bekannten. Viele, die das Projekt verfolgten, drückten die Daumen, schickten Wünsche oder boten Unterstützung an. Die vielen e-Mails und SMS waren gerade in so manchen weniger romantischen Momenten eine Stütze. Ohne Euch wäre ?Kilometer für KINDerLEBEN? so nicht möglich gewesen. Danke. Durch das Roadbook (täglich frisch online gestellt von Oliver Müller und Florian Hägemann von "FORCE") konnte ich vielen einen Eindruck dieser Reise und vielleicht auch ein Bild vom Leben weit im Osten, zwei Dekaden nach dem Fall des Eisernen Vorgangs, vermitteln. Wenn ich das Feedback richtig interpretiere, ist dies halbwegs gelungen. Der Berliner ?Tagesspiegel? hat auf seiner Website einige Tour-Bilder samt Kommentare zusammen gestellt. Ein Klick lohnt sich: http://www.tagesspiegel.de/medien/fotostrecken/cme1,289814.html?SORT=PRIO Noch ist nicht klar, in welcher Form wir die Erfahrungen mit diesem Projekt verarbeiten werden. Etwas wird folgen, das ist klar?. Wer weiter über ?Kilometer für KINDerLEBEN? auf dem Laufenden gehalten werden will, schickt einfach über das Kontaktfeld eine e-Mail. Für Monika und Anika, die mich solche Dinge tun lassen.





































